Impuls Juli 2026

Wo Gott ist, ist Frieden ...

Liebe Lesende!

„Friede auf Erden“ lautet das Motto des diesjährigen Wallfahrtsjahres in Germershausen. 

Am ersten Sonntag im Juli begehen wir wieder die große Wallfahrt zu „Maria in der Wiese“ und werden durch unser Zusammenkommen an diesem besonderen Ort unsere Sehnsucht nach Frieden zum Ausdruck bringen.

Eine Wallfahrt ist immer davon bestimmt, dass die Pilger sich zu einem gemeinsamen Ziel aufmachen und dort ankommen. Nicht der Weg ist das Ziel, sondern der Weg hat ein Ziel – ein erreichbares, lohnenswertes Ziel. Aber für dieses Ziel muss man sich bewegen. „Frieden auf Erden“ ist allemal lohnenswert, aber ist das erreichbar? Machen wir uns mit diesem Wallfahrtsmotto nur etwas vor?

Jede christliche Wallfahrt stützt sich auf eine göttliche Offenbarung oder ein göttliches Versprechen: 
In der Weihnacht riefen Engel den Hirten auf den Feldern zu, dass mit der Geburt Jesu „Frieden auf Erden den Menschen guten Willens“ geschenkt werde. 
„Guten Willen“ wollen wir zeigen, wenn wir uns auf den Weg nach Germershausen machen. 
Wie die Hirten nach Bethlehem gingen, um dem Ursprung des Friedens ins Angesicht zu schauen, so wird es auch für uns darum gehen, das Wunder der Gegenwart Gottes in unserer Welt miteinander zu erfahren. 

Das Ziel, „Frieden auf Erden“, erreichen wir Menschen selbst nicht, sondern das macht Gott. 
Auf unsere Bewegung hin zu ihm wird er antworten mit seinem Näherkommen, das ist sein Versprechen. 
Deshalb lautet das diesjährige Wallfahrtslied auch: „Komm näher, Frieden!“ 

Ich danke allen, die sich an der Wallfahrt beteiligen werden. 
Je mehr wir sind, desto mehr Orte oder Herzen wird es geben, in denen Gott dieser Welt näherkommt. 

Schätzen wir unsere Rolle in dieser Welt nicht klein! 
Wir sind ein Teil dieser Welt, jede und jeder einzelne von uns. 

Und wenn wir unsere persönliche Wallfahrt ernst nehmen, wissen wir: 
Wo Gott ist, ist Frieden, und hat das Böse keinen Platz. 
Der Friede des Herrn sei in uns allen!

Ihr Propst Thomas Berkefeld