Impuls April 2026

Ich möchte meinen Ostergruß mit einem Blick auf unser diesjähriges Osterkommunion-Bildchen verbinden.

Es zeigt die drei Frauen am Ostermorgen vor dem leeren Grab.
Der dunkle Stein, der vor die Grabeskammer gewälzt worden war, liegt wie weggesprengt auf der Seite.
Weggesprengt von der ungeheuren Kraft des Lichtes, das dem Grab entströmt und in dessen Kern blendend weiß ein leeres Kreuz erscheint.
Die drei Frauen stehen nicht allein, eine schemenhafte weiß gewandete Person legt ihre Arme um sie.
Aber nicht um die Weinenden zu trösten, vielmehr sieht es so aus, als wolle sie diese vor dem zu grellen Licht der Auferstehung schützen.
Denn für die menschlichen Sinne, ist das Geheimnis von Ostern zu groß, als dass es von Augenzeugen zu fassen und beschreibbar wäre.

Aber das Ostergeschehen wird die Antwort sein, auf das, was diese drei Frauen noch auszeichnet:
Allen dreien, 
die ihre Köpfe dem Betrachter des Bildes zugewandt haben, ist ein Aschekreuz ins Gesicht geschrieben.
Alle drei tragen das Zeichen der Sterblichkeit an sich.
Das gleiche Zeichen, das wir uns am Aschermittwoch haben auflegen lassen zusammen mit der Aufforderung:

„Glaube an das Evangelium!“

 

Das Evangelium lautet:

„Der Herr ist auferstanden, damit auch Ihr leben werdet.“

Möge uns diese österliche Antwort angesichts des vielgestaltigen Todes unserer Zeit und Tage ein Trost sein.

Halleluja!

Ihr Propst Berkefeld