Urlaub ohne Koffer

Caritas organisiert zum dritten Mal eine Ausflugswoche

Pfarrgemeinde. Endlich war es soweit, wie mit Zauberhand war bereits früh am Morgen die Sonne am Himmel und hatte alle Regenwolken schlicht weg verjagt, als sei der Himmel Freund dieser Aktion der Nächstenliebe.

Zum 3. Mal führte die Caritas diesmal in der Gemeinde St. Nikolaus Tiftlingerode diese Projektwoche durch. Die politische aber auch die Kirchgemeinde waren Gastgeber. Täglich waren 30 Tagesgäste aus 7 Ortschaften für eine gesamte Woche unterwegs. Dabei wurde diese Projektwoche neben den beiden Hauptamtlichen von 27 Ehrenamtlichen begleitet und unterstützt. Dazu erhielt das Projekt auch finanzielle und materielle Spenden, insbesondere durch die Sparkasse Duderstadt.

"Früh ab 8 Uhr stand Tag für Tag ein ehrenamtlicher Fahrer mit Zylinder an der Haustür und begrüßte uns mit einem Lächeln und diesem „Privatshuttle“ (fast wie im Fernsehen), um uns nach Tiftlingerode zu bringen. Ehrenamtliche Damen standen bereits an der Tür des Pfarrzentrums, begrüßten jeden Teilnehmer persönlich und damit wir einander auch untereinander kennenlernten, erhielten wir ein Namensschild mit Logo dieser Urlaubswoche der Caritas, dazu auch selbstverständlich einen Reisepass. Ein üppiges Frühstück erwartete uns, wie es seit längerem als Senior-Single keiner mehr gewohnt ist. Dazu gab es an jedem Tisch viel freundliche Unterhaltung, eine Tagesgeschichte, die in den Tag führte und immer wieder die Nähe und Aufmerksamkeit von sowohl bekannten, aber auch neu dazu gestoßenen Ehrenamtlichen." Es entstand eine segensreiche Gemeinschaft die ihresgleichen  suchen muss.

Ein Überraschungsgast kam Tag für Tag durch die Tür und informierte zu unterschiedlichen Themen. 

Herr Göbel begrüßte für die Kirche – aber auch die politische Gemeinde und bevor wir in den Tag starteten, spendete Domkapitular i.R. Wolfgang Damm der gesamten Gruppe den Reisesegen: 

Ausblick, Weitblick und Rückblick war das Thema des ersten Tages mit Burg Scharfenstein und das Obernfelder Heimatmuseum.

Am Folgetag haben wir die Stadt Heiligenstadt aus verschiedenen Perspektiven kennengelernt und uns eine Kurzerholung „wie ein Kurgast“ gegönnt. Der Mittwoch war thematisch ein Naturtag mit Besichtigung von Wiesen, Wald und Hügeln im Eichsfeld. Zu Besuch beim „Doktor Wald“ war bereits die meditative Stille ein guter Einstieg, anschließend nach Grenzbesichtigung die Fahrt ins Golfgelände des Rothenbergs- eine bislang unbekannte Oase. Der Nachmittag zeigte uns die Wirklichkeit der modernen Landwirtschaft, indem wir die Robotermelkanlage besichtigten, frische Milch kosten durften und abschließend ein gemütlicher Ausklang auf dem Hübenthal im alten Forsthaus bei Kaffee und Kuchen hatten. 

Der Donnerstag brachte uns Göttingen näher von einer Seite, die kaum einer kannte: eine Stadtführung in und um das Rathaus, und am Nachmittag das alte Planetarium. Diese Orte waren, so auch der botanische Garten, von vielen noch nicht gekannt.

Am Freitag hieß es Abschied nehmen: nochmals die Morgenstimmung in der Natur am Seeburger See, ein wunderbarer Spielplatz, der bereits am Morgen gut genutzt und von Familien angenommen wurde; dies erwärmte allein durch die Beobachtung der Kleinkinder unser Herz.

Die Seulinger Warte mit einer herzhaften Küche erweckte auch alte Erinnerungen vom Tanztreff aus vergangenen Zeiten. Am Nachmittag stand nach der Ehrung der Ehrenamtlichen durch Bürgermeister Wolfgang Nolte und Vorstand Herrn Ralf Regenhardt nochmals im Mittelpunkt, Danke zu sagen und sich weiterhin unter den Segen Gottes zu stellen. „Wie schade, dass es diese Projektwoche nur einmalig im Jahr gibt“- aber die Voranmeldung hat bereits wieder begonnen und wir können uns bis dahin doch öfters im Haus der Senioren wieder sehen, so das Resümee der Woche. Bis dahin bleibt die Erinnerung an eine sonnige und wunderschöne Urlaubswoche geschmückt durch Liebe, Achtsamkeit und viele neue Bekanntschaften.

Lydia Ballhausen