St. Johannes Baptist

Baugeschichte

Die Kirche Johannes der Täufer in Westerode steht mitten im Dorf, auf dem Platz, wo auch die Vorgängerbauten standen. Die Zerstörungen im 30-jährigen Krieg machten 1714 einen Neubau erforderlich. So entstand eine barocke Kapelle. Sie war nicht sehr groß und zu den Dorfstraßen hin umgeben von ebenfalls kleinen Wohnhäusern und Stallungen, die beinahe so etwas wie eine „Kirchenburg“ bildeten. 1898 wurde diese Kapelle abgerissen und mit ihr auch die angrenzenden Wohnhäuser, um Platz zu schaffen für eine neue größere Kirche. Wegen der beengten Platzverhältnisse wurde die neue Kirche nicht nach Osten ausgerichtet. Deshalb verläuft die Mittelachse von SO nach NW. Gebaut wurde die Kirche in den Jahren 1899 und 1900 nach den Plänen von August Peters, Duderstadt, der sich dabei an der kurz vorher erbauten katholischen St.-Josef-Kirche in Herzberg/ Harz orientierte. Die Bauarbeiten wurden von Maurermeister Hermann Schlick aus Krebeck ausgeführt. Die neue Kirche wurde zunächst nur benediziert, weil die Weihe durch den Breslauer Kardinal Georg Kopp erfolgen sollte, der – ähnlich wie bei der Liebfrauenkirche in Duderstadt – durch eine namhafte Spende den Neubau unterstützt hatte. Am 22. August 1905 war es dann soweit.