Mariä Verkündigung - Breitenberg

Baugeschichte

Als zum Ende des 19. Jahrhunderts die alte Barockkirche (1709, erweitert 1780) baufällig und zu klein für die steigende Zahl der Einwohner geworden ist, beschließt man in Breitenberg einen Kirchenneubau. Es entsteht die neugotische Backsteinkirche Mariä Verkündigung nach Plänen des Franziskaners Pascalis Gratze (1819-1896), der auch Baumeister weiterer Kirchen im Unter- und Obereichsfeld war (u. a. Effelder, Berlingerode, Etzelsbach). Es handelt sich um eine verschachtelt wirkende Anlage, deren Bauteile hoch, aber wenig platzgreifend sind. Sie besteht aus einem einschiffigen Langhaus, dreischiffigem basilikalem Querhaus, das nur um ein Joch auslädt, und einem sechsseitig geschlossenem Chor.

Zu den architektonischen Besonderheiten gehören die Strebepfeiler und ein dachreiterartiger Turm, im Inneren Kreuzrippengewölbe mit Schlusssteinen, Blattkonsolen, Rundsäulen mit Weinlaubkapitellen, Wandpfeilergliederung der Querhauswände und Maßwerkfenster. Die Weihe des Gotteshauses nimmt Bischof Wilhelm Sommerwerck (Hildesheim) am 17. Mai 1897 vor.

Als Folge der Liturgiereform werden 1970-1971 folgende Baumaßnahmen durchgeführt: Der Altarraum wird umgestaltet; die Kommunionbank entfernt, ebenso die Kanzel und der Josefs-Altar. Die Kirche erhält innen einen schlichten weißen Anstrich. 1986 wird das Innere in Anlehnung an die ursprüngliche neugotische Ausmalung mit Gewölbe- und Wandmalereien wieder hergestellt (grundlegende Renovierung). 2010 erfolgt die Neugestaltung des Kirchvorplatzes mit Rechteckpflaster aus Betonsteinen.

Maße der Kirche
Innere Länge: ca. 25 m
Breite: ca. 15 m
Höhe im Hauptschiff: 11,20 m
Turmhöhe: ca. 30 m